Intelligenter Produzieren

Ausgabe 2008/6

"RFID ist reif für die Praxis", diese Aussage ist aus vielen Berichten über Anwendungen ableitbar, die den Einsatz der Radio Frequency Identification (RFID) beschreiben. Genauer betrachtet müssen die Frequenzen UHF (Ultra High Frequency), HF (High Frequency) und LF (Low Frequency) unterschieden werden. Anwendungen im UHF-Bereich haben den Charakter von Pilotprojekten in Großanwendungen wie bei der Metro verlassen und drängen in neue Felder vor. Dabei sind realisierte Anwendungen zur Lokalisierung von im Umfeld befindlichen Teilen, bei der Werkzeugidentifikation, bei der Wartung von Baumaschinen oder bei der Kommissionierung, nur einige Beispiele für den heutzutage schon erzielbaren Nutzen. In Einzelfällen wurde sogar die Verknüpfung ganzer Handlungs- und Prozessketten umgesetzt. Der Einsatz von RFID soll vor allem den Produktionsablauf sicherer sowie transparenter  machen und dabei kostspieligen Ausschuss und Fehlbedienung vermeiden. So lautet die Motivation für viele kleine und mittelgroße Betriebe in unterschiedlichen Branchen. Wenn eine eindeutige Identifikation des Arbeitsvorgangs, des verantwortlichen Mitarbeiters und des Produkts in einfacher Form digital verfügbar gemacht werden kann, sind diese Anforderungen weitgehend erfüllt. Wichtige Voraussetzungen für eine erfolgreiche Nutzung der RFID-Technik sind die Auswahl der richtigen Frequenzen für den entsprechenden Anwendungsfall, die angemessene technische wie funktionale Integration in laufende Prozesse, die Betrachtung der Wirtschaftlichkeit und die Bündelung von technischem Know-how im Unternehmen.



34 Seiten
Erschienen: 2008