Intelligenter Produzieren

Ausgabe 2007/3

Die Grundprinzipien des Werkstoff-, Konzept-, Form- und Fertigungsleichtbaus finden häufig nicht getrennt voneinander Anwendung. Vielmehr führt die zunehmende Forderung nach höheren Sicherheitsstandards, steigendem Komfort und reduzierter Umweltbelastung bei gleichzeitiger Gewichtsreduktion notwendigerweise zu einer interdisziplinären, integrierenden Anwendung der Leichtbauprinzipien.

Zielführend eingesetzt wird vor allem die Optimierung und Weiterentwicklung innovativer fertigungstechnischer Konzepte, wie Anpassung der Bauteilmasse an den jeweiligen Belastungszustand durch optimierte Halbzeuge, Einsatz hybrider Werkstoffsysteme oder hybrider Fügetechniken sowie die Flexibilität von Verfahren mit kinematischer Gestalterzeugung. Unter diesen Rahmenbedingungen hat sich der Leichtbau zu einer weitverbreiteten multidisziplinären ingenieurtechnischen Aufgabe entwickelt, die durch Koppelung unterschiedlichster Verfahren und physikalischer Effekte sowie adaptive Werkstoffgestaltung neuartige, integrative Lösungskonzepte liefert.

Um dies zu ermöglichen sowie die komplexer werdenden Produkte von der Idee über den Prototyp in die industrielle Anwendung zu überführen, muss ein Schwerpunkt zukünftiger Forschungs- und Entwicklungsarbeiten über die Fertigungstechnik hinaus in der Entwicklung interdisziplinärer Fertigungs- und Auslegungsstrategien, zum Beispiel durch gekoppelt virtuell-experimentelle Verfahren oder skalenübergreifende Entwurfsmethoden, liegen.

In diesem Zusammenhang spielt die Fertigungstechnik eine maßgebliche Rolle. Durch die vielfältigen Randbedingungen von der Kleinstserie zur Massenfertigung und Bauteilabmessungen im Mikro- und Makrobereich bekommt der Einsatz unterschiedlichster Leichtbaustrategien forschungstechnische und ökonomische Relevanz.

 



Autor: VDMA

Erschienen: 2007